Dorfentwicklung Frankenberg: Bis zu 60.000 Euro Förderung winken privaten Eigentümern

Ein saniertes Objekt in Geismar. Foto: Hesse/Friedrich; Montage: Stadt Frankenberg (Eder)

Frankenberg(pm). Die Dorfentwicklung in den beiden Frankenberger Stadtteilen Dörnholzhausen und Geismar läuft zum Ende des Jahres 2019 endgültig aus. Aufgrund der letztmalig verlängerten Antragsfrist ruft die Stadt private Eigentümer auf, jetzt noch Förderanträge für Baumaßnahmen einzureichen.

Werbung

Als besonderer Anreiz sind die Fördersummen zuletzt nochmal erhöht worden – bei normalen Wohnhäusern beträgt sie bis zu 45.000 Euro, bei Kulturdenkmälern sogar bis zu 60.000 Euro. Die Förderquote beträgt jeweils 35 % der Nettokosten. Bewilligungsreife Anträge von privaten Eigentümern können bis zum 31.12.2019 beim Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises in Korbach abgegeben werden. Bis zu drei Jahre haben private Bauherren dann Zeit, die geplanten Maßnahmen umzusetzen. Gefördert wird die Sanierung und Erweiterung von bestehenden Wohnhäusern mit „ortstypischer Bauweise“, aber auch der Umbau von Nutz- zu Wohngebäuden (Umnutzung). Das beinhaltet beispielsweise auch den Umbau einer Scheune zu bis zu drei Wohneinheiten. Auch hierfür liegt die Förderquote bei 35%, die Fördersumme jedoch bei bis zu 200.000 Euro.

Werbung

Konkret heißt das: Förderfähig sind die Sanierung und Erneuerung von Dächern, Fassaden, konstruktiven Bauteilen, Fenstern, Türen und der Innenausbau von Gebäuden. Unter bestimmten Bedingungen kann sogar der Abriss mit anschließendem Neubau gefördert werden. Ortstypische Gestaltungsmerkmale sind beispielsweise Schindel-, Ziegel-, und Holzverkleidungen, mit Tonziegeln eingedeckte Satteldächer und Fenster aus einheimischen Hölzern. Für das letzte öffentliche Projekt im Rahmen der Dorfentwicklung, die Umgestaltung des Kirchenumfeldes in Geismar zum Dorfmittelpunkt, fiel mit dem Spatenstich am 5. September der offizielle Startschuss. „Am diesem Beispiel zeigt sich hervorragend die Wirkung von öffentlichen Investitionen“, bekräftigt Bürgermeister Rüdiger Heß. „Unser Handeln hat in direkter Folge vor Ort auch Investitionen von privaten Eigentümern ausgelöst.“
In der gesamten Laufzeit der Dorfentwicklung seit 2012 wurden bisher knapp 70 private Projekte mit einem förderfähigen Gesamtvolumen von insgesamt mehr als 2 Millionen Euro beantragt, darüber hinaus zehn Kommunale Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 660.000 Euro.

Werbung

Das Dorfentwicklungsprogramm hat zum Ziel, das Dorf als attraktiven Wohn- und Arbeitsstandort zu gestalten und die vorhandene Bausubstanz der Ortskerne zu erhalten. Das Programm ist ein wichtiges Steuerungselement, um die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes zu steigern. Mit den Fördermöglichkeiten der Dorferneuerung sollen die Vielfalt dörflicher Lebensformen und das bau- und kulturgeschichtliche Erbe der hessischen Dörfer im Hinblick auf die prognostizierten demographischen Veränderungen bewahrt und in Lebensräumen mit sicherer wirtschaftlicher Grundlage und hoher Lebensqualität weiter entwickelt werden.

Werbung

Eigentümer wenden sich für eine Beratung an Ute Friedrich:

Dipl.-Ing. Architektin
Ute Friedrich
Schulstraße 1
34516 Vöhl
Tel.: (0 56 35) 232
Mobil: (01 51) 19 44 94 77
ute.friedrich@uf-architektur.de

Related posts

Leave a Comment