Ein erneuter Höchstwert an Lehrerstellen und dauerhaft zuverlässige Bildungspolitik

Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz. Foto:Archiv

Über 600 zusätzliche und damit 54.700 Lehrerstellen insgesamt für hervorragende Lehr- und Lernbedingungen in Hessen

Wiesbaden(pm). Anlässlich der heutigen Pressekonferenz des Hessischen Kultusministers Prof. Dr. R. Alexander Lorz zum Schuljahresbeginn 2019/2020, erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Armin Schwarz: „Mit 600 neuen Lehrerstellen (insgesamt 54.700) sowie 200 neuen Stellen für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst investiert das Land Hessen weiter kraftvoll in die Bildung der jungen Menschen und damit in die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler. In den Bereichen Digitalisierung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Demokratie- und Werteerziehung schreitet Hessen erneut voran. Zum neuen Schuljahr verwenden die Schulen die zusätzlichen Lehrerstellen und Ressourcen – bei einer stets sichergestellten Grundunterrichtsversorgung – für qualitative Verbesserungen in verschiedenen Bereichen:

Digitalisierungsoffensive mit dem Programm „Digitale Schule Hessen“ gestartet
Hessen macht seine Schülerinnen und Schüler fit für die digitale Zukunft. Durch eine umfangreiche Förderung wollen wir ein optimales Lernumfeld weiterentwickeln. Die Zukunft ist digital und wir wollen in Hessen weiter Vorreiter sein. Mit dem Programm ‚Digitale Schule Hessen‘ investieren wir deshalb eine weitere knappe halbe Milliarde Euro in die Köpfe unserer Kinder. Der zwischen Bund und Ländern vereinbarte Digitalpakt Schule ist ein Baustein unserer Strategie. In Partnerschaft mit den Schulträgern stockt das Land die Digitalpakt-Bundesmittel in Höhe von 372 Millionen Euro über die Laufzeit von fünf Jahren auf fast 500 Millionen Euro auf. Hessen erhöht damit die mit dem Bund vereinbarte Eigenbeteiligung von zehn auf 25 Prozent. ‚Digitale Schule Hessen‘ bündelt Maßnahmen zur pädagogischen Unterstützung unserer Schulen, zur verantwortungsvollen Mediennutzung von Schülerinnen und Schülern, zur Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften und zur technischen Ausstattung und Infrastruktur der Schulen. Denn die Digitalisierung der Schulen gelingt dann am besten, wenn die technische Ausstattung der Schulen, die pädagogischen Konzepte und gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer ineinander greifen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit Pakt für den Ganztag gefördert
Die ganztägigen Bildungs- und Betreuungsangebote an hessischen Schulen überzeugen nicht nur durch eine hervorragende personelle Ausstattung, sondern entsprechen durch ihre konzeptionelle Ausrichtung auf Wahlfreiheit, Angebotsvielfalt und Bedarfsorientierung den unterschiedlichen Notwendigkeiten und Ansprüchen der Eltern und Schulgemeinden vor Ort. In Fortsetzung der bewährten Praxis aus den vergangenen Schuljahren werden wir das vielfältige Angebot ganztägig arbeitender Schulen auch zum Schuljahr 2019/2020 gezielt ausbauen, um die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler zu stärken und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nachhaltig zu unterstützen. Das Erfolgsmodell ‚Pakt für den Nachmittag‘, das den Eltern hessischer Grundschulkinder ein freiwilliges und individuell ausgestaltetes Bildungs- und Betreuungsangebot von 7.30 Uhr bis 17.00 Uhr ermöglicht, entwickeln wir zu diesem Schuljahr weiter zum ‚Pakt für den Ganztag‘. Damit erfüllen wir den auf Bundesebene vereinbarten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.

Demokratie- und Werteerziehung in der Schule gestärkt
Unsere Werteordnung – und damit die Werte des Grundgesetzes als einigendes Band für unsere Gesellschaft und als Ausgangspunkt des ‚Schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags‘ – muss stets neu vermittelt werden. Dazu gehört insbesondere das Einüben einer demokratischen Verhaltenskultur für unsere Schülerinnen und Schüler als fachübergreifender Erziehungsauftrag, um sie zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern unserer Gesellschaft heranzubilden. Dazu haben wir rund um das 70-jährige Bestehen des Grundgesetzes viele Projekte vorangetrieben, z.B. in Form des Leitfadens für Lehrkräfte zur ‚Grundrechtsklarheit, Wertevermittlung, Demokratieerziehung‘ oder des Beratungsprogramms ‚Antisemitismus an hessischen Schulen‘.

Stärkung der Bildungssprache Deutsch als Thema der hessischen Präsidentschaftsjahres der Kultusministerkonferenz
In unserer auch sprachlich vielfältigen Gesellschaft brauchen wir eine gemeinsame Sprache, in der wir uns alle verständigen können. Unabhängig von der sozialen und familiären Herkunft ist das Beherrschen der Bildungssprache Deutsch die wesentliche Voraussetzung für schulischen Erfolg in nahezu allen Fächern und damit von herausragender Bedeutung bei der Verbesserung der Chancen- und Bildungsgerechtigkeit in Deutschland. Dies gilt für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Das Spektrum reicht von der Alphabetisierung und der Erarbeitung von grundlegenden Lese- und Schreibfertigkeiten bis hin zur sprachlichen Bildung im Bereich der Hochbegabung. Zum Abschluss der hessischen KMK-Präsidentschaft soll am Ende des Jahres eine gemeinsame Entschließung aller Bundesländer mit konkreten Praxisempfehlungen für Schulen zur Bildungssprache auf den Weg gebracht werden. Diese langfristig ausgerichteten richtungsweisenden Konzepte und eine bundesweit unerreichte Personal- und Ressourcenausstattung verschaffen Hessen auch weiterhin eine führende Rolle bei der Abdeckung des Lehrerbedarfs und bei der Schaffung optimaler Rahmenbedingungen für bestmögliche Zukunfts- und Bildungschancen.

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