Wo die Busse pünktlich fahren – Italienische Azubis absolvieren Praktikum im Kreis Paderborn

Bild: 1. Reihe v.l.n.r.: Giulia Destefani, Gagandeep Kaur, Giulia Tarchini, Irene Maria Sacchi, Irene Cominotti, Giulia Tavelli, Rajvir Kaur, Sara Riviera, Laura Brazzabeni, Begleitlehrerin aus Mantua, Ornella van Tongern, Vorstandsvorsitzende des Freundeskreises Mantua e.V. 2. Reihe v.l.n.r.: Almin Adili, Landrat Manfred Müller, Ashraf Khannoussi, Angela Bender, Projektkoordinatorin Stiftung Bildung & Handwerk, Marlies Drestomark, Sprachlehrerin im Projekt. Foto: Kreis Paderborn, Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Meike Delang

Wo die Busse pünktlich fahren – Italienische Azubis absolvieren Praktikum im Kreis Paderborn

Kreis Paderborn(krpb). Was die zehn Auszubildenden wohl vor ihrer Abreise über Deutschland und den Kreis Paderborn gedacht haben? Wahrscheinlich, dass es dort erheblich kälter ist als in ihrer Heimat, der italienischen Provinz Mantua. Und vielleicht, dass sich diese klimatische Kälte auch in den Gemütern ihrer Gastgeber widerspiegelt. Stattdessen begrüßte der Kreis Paderborn die Besucher mit sommerlichen Rekordtemperaturen und einer offenen Herzlichkeit. „Alle der italienischen Auszubildenden haben betont, wie freundlich sie in ihren Gast-Betrieben aufgenommen wurden. Und noch etwas ist ihnen nachdrücklich im Gedächtnis geblieben: Wie pünktlich hier die Busse fahren!“, erzählt Ornella van Tongern, Vorsitzende des Vereins „Freundeskreis Mantua“, lachend.

Seit fünf Jahren unterstützt der Freundeskreis die Berufsschule „Formazione Mantova“ und die „Stiftung Bildung & Handwerk“ (SBH) bei der Organisation des Austausches. Angehende Frisöre, Kellner, Elektriker oder Kfz-Mechaniker aus der italienischen Partnerregion des Kreises Paderborn sind zwei Wochen für einen Deutschkurs und ein Praktikum in Deutschland und lernen den hiesigen Arbeitsalltag kennen. Unterstützung erhält der Verein dabei von der „Stiftung Bildung & Handwerk“ (SBH).

„Europa ist nicht nur eine Wertegemeinschaft sondern profitiert auch wirtschaftlich stark voneinander. Deshalb ist es gut, wenn wir voneinander lernen und die Unterschiede und Besonderheiten voneinander kennen“, begrüßte Landrat Manfred Müller die Auszubildenden im Kreishaus. Er und Angela Bender, Projektkoordinatorin bei der SBH bedanken sich bei den Betrieben und Firmen, die einen der Praktikanten aufgenommen haben. „Ohne diese Offenheit und das Engagement ist eine solche Begegnung über die Sprach- und Landesgrenzen hinweg nicht möglich“, so Bender.

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