Selbsthilfekontaktstelle unterstützt Gründung: Lipödem-Selbsthilfegruppe trifft sich erstmals

Korbach(pm). War Lipödem noch bis vor einigen Jahren eher unbekannt, tritt die Krankheit mehr und mehr in den Fokus der Öffentlichkeit – nicht zuletzt durch zahlreiche aktuelle Foto-Kampagnen betroffener Patientinnen, die auf die krankhafte Fettverteilungsstörung bei Frauen aufmerksam machen möchten. Mit Hilfe der Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises Waldeck-Frankenberg gründet sich momentan auch eine Selbsthilfegruppe in Korbach. Das erste Treffen findet am 30. Juli statt.

Das Lipödem ist eine Störung der Fettverteilung, die fast nur bei Frauen auftritt; in Deutschland gibt es rund 3,8 Millionen Betroffene. Dabei kommt es zu einer Fettvermehrung im Körper – insbesondere an den Beinen, Hüften, den Armen und am Gesäß. Grund dafür ist ein Stau der Lymphflüssigkeit in den Gefäßen. Die Krankheit ist oft mit starken Schmerzen verbunden. Damit sich Betroffene auch in Waldeck-Frankenberg mit anderen austauschen können, unterstützt die Selbsthilfekontaktstelle des Landkreises derzeit die Gründung einer neuen Selbsthilfegruppe zu dem Thema in Korbach. Diese trifft sich zum ersten Mal am Dienstag, 30 Juli um 19 Uhr in den Räumlichkeiten des Pflegedienstes Stern und Rummel An der Kuhbach 7 in Korbach.

„Betroffene, deren Angehörige und Interessierte sind herzlich zu dem Treffen eingeladen“, betont Heike Eschler von der Selbsthilfekontaktstelle. „Dass sich bereits 25 Frauen ihr Interesse angemeldet haben, zeigt, wie groß der Bedarf nach einem Austausch zu diesem Thema ist. Die Selbsthilfekontaktstelle unterstützt die Gründung dieser Gruppe daher sehr gern.“ Weitere Informationen zum Treffen gibt es bei der Gründerin der Gruppe Daniela Vetter unter unter E-Mail: danielavetter3010@hotmail.de.

Um die Selbsthilfegruppen in Waldeck-Frankenberg bei ihrer Arbeit zu unterstützen, hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg vor über zwei Jahren die Selbsthilfekontaktstelle eröffnet. Zu den Aufgaben der Kontaktstelle gehört es, bereits bestehenden Gruppen im Kreis beispielsweise bei der Suche nach Räumen, der Organisation von Fachvorträgen, der Beantragung von Fördermitteln oder der Erstellung von Printprodukten zu unterstützen. Jedoch möchte die Kontaktstelle auch die Gründung neuer Selbsthilfegruppen fördern. Sie ist zudem mit Fachleuten aus dem Gesundheitssystem vernetzt und hat sich zum Ziel gesetzt, den Selbsthilfegedanken in der Region zu fördern und zu verankern, um so zu einem selbsthilfefreundlichen Klima im Landkreis beizutragen.

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