Die Heilkunst der Jesuiten

Museumspädagogin Agnes Ising (vierte von links) erläutert Gästen der Wewelsburg die Heilkunst der Jesuiten, Foto: Lina Loos, Kreismuseum Wewelsburg

Öffentliche Themenführung in der Wewelsburg

Kreis Paderborn(krpb). Wer sich nicht gut fühlt oder ein Medikament braucht, geht in diesen Tagen zum Arzt oder Apotheker. Menschen in früheren Jahrhunderten kannten eine solche flächendeckende Versorgung nicht. Doch bereits Mitte des 16. Jahrhunderts betrieben die Jesuiten ordenseigene Apotheken. Weltweit tauschten sie im 17. und 18. Jahrhundert ihr Wissen aus. Auch die westfälischen Pharmazeuten aus Münster und Büren hielten engen Briefkontakt. Ihre Jesuitenapotheken waren blühende Zentren der Heilmittelversorgung. Am Sonntag, den 7. Juli erhalten interessierte Besucherinnen und Besucher im Historischen Museum des Hochstifts Paderborn einen interessanten Einblick in die Heilkunst der Ordensmänner. Die öffentliche Führung startet um 15 Uhr am Apothekerschrank und dem Rezeptiertisch der ehemaligen Jesuitenapotheke Büren aus dem 18. Jahrhundert in der Wewelsburg.

In den Schubladen des alten Schrankes bewahrten die Ordensmänner ihren Wissensschatz auf. Am Rezeptiertisch experimentierten sie mit Kräutern und Pflanzen. Teil der öffentlichen Führung am Sonntag ist auch der Besuch des von Mitarbeitern des Kreismuseums rekonstruierten „Wurzgartens“ des Jesuitenkollegs Büren. Pflanzlisten des Jesuitengartens Münster dienten als Grundlage für die exemplarische Bepflanzung dieses Kräutergartens. Eintritt: 3 €, ermäßigt 1,50 €, Familienkarte 6 €. Kostenlos ist die öffentliche Führung für Inhaber einer Jahreskarte. Diese Themenführung ist in den Sommermonaten auch individuell für Gruppen buchbar. Informationen unter 02955 7622-0 und unter www.wewelsburg.de.

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