Masernimpfung hat eine soziale Dimension

Foto von Katja Fuhlert auf Pixabay

Schutz der Allgemeinheit vor schweren Krankheiten unverzichtbar

Wiesbaden(pm). Die gesundheitspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. Daniela Sommer, unterstĂŒtzt die Forderungen nach einer Impfpflicht gegen Masern. Eine verpflichtende Masernimpfung sorge dafĂŒr, dass die grĂ¶ĂŸer werdenden ImpflĂŒcken in der Bevölkerung geschlossen wĂŒrden.

Sommer sagte: „Die Masern sind eine schwere Erkrankung, die in einem von tausend FĂ€llen tödlich endet. Ich beobachte deswegen mit Sorge, dass der Impfschutz gegen Masern, aber auch gegen andere ansteckende Krankheiten, von einer wachsenden Zahl von Menschen vernachlĂ€ssigt oder als Ergebnis von Fehlinformationen ganz abgelehnt wird. Dabei gibt es aus wissenschaftlicher Sicht keinen Zweifel, dass die Masernimpfung bis heute Millionen von Menschenleben weltweit gerettet hat. Verglichen mit den schweren FolgeschĂ€den einer Masernerkrankung bis hin zum Tod, stellen die sehr selten auftretenden Nebenwirkungen einer Impfung ein zu vernachlĂ€ssigendes Risiko dar. Zudem hat die Impfung gegen Masern auch eine soziale Dimension: Sie schĂŒtzt nicht nur die Geimpften, sondern durch die so genannte ‚HerdenimmunitĂ€t‘ auch diejenigen, fĂŒr die eine Impfung aktuell nicht in Betracht kommt, also Kleinstkinder und SĂ€uglinge unter elf Monaten, Schwangere und Menschen mit einem geschĂ€digten Immunsystem. Die HerdenimmunitĂ€t wirkt ab einer Impfquote von 95 Prozent, die in Deutschland leider nicht erreicht wird. Ich halte es deswegen fĂŒr geboten, die Masernimpfung zu einer Verpflichtung zu machen.“

Der schwarzgrĂŒnen Landesregierung warf die SPD-Politikerin vor, unterschiedliche Signale zu senden: WĂ€hrend eine Gruppe von CDU-Landtagsabgeordneten mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung den Eindruck erwecke, sie befĂŒrworteten eine Impfpflicht fĂŒr Kita-Kinder, plĂ€diere Gesundheitsminister Kai Klose von den GrĂŒnen fĂŒr Freiwilligkeit und eine Informationskampagne fĂŒr das Impfen. Dazu sagte Dr. Daniela Sommer: „WĂ€hrend die CDU-Abgeordneten von einer Impfpflicht sprechen, ohne sie zu fordern, Ă€ußert sich der grĂŒne Gesundheitsminister gewohnt wolkig – wohl weil er auf die zahlreichen Impfgegner im grĂŒnen Milieu RĂŒcksicht nehmen muss. Ich wĂŒrde es begrĂŒĂŸen, wenn sich die Landesregierung zĂŒgig der Pflicht zur Masernimpfung und damit der medizinischen Vernunft verschreiben wĂŒrde.“

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