Zum Tod von Major General Rose vor 74 Jahren

Am Jahrestag des Todes des amerikanischen Generals Maurice Rose vor Ort bei Schloss Hamborn: (v.l.) Michael Weber, Manfred Kern (Oberstleutnant a.D.), Manfred Liebig ( Hauptfeldwebel, Leiter der Reservistenkameradschaft Boke), Landrat Manfred Müller, Arno Wahl (Initiator und Hobby-Historiker aus Lemgo) und Norbert Ellermann (Historiker, Wewelsburg) Foto: Klaus Gosny

Schreckliches Geschehen mahnt zum Frieden

Kreis Paderborn(krpb). Wo heute noch wie damals eine schöne Landschaft ist, kam es vor 74 Jahren, am 30. März 2019, zu einem schrecklichen Ereignis. Maurice Rose, 1899 in den USA geboren und Kommandeur der 3. US-Panzerdivision, fiel am 30. März 1945 beim Schließen des so genannten Ruhrkessels im Kampf gegen deutsche Truppen. Er war der ranghöchste Offizier der US-Armee, der während des Zweiten Weltkrieges in Europa durch Feindeinwirkung ums Leben kam.

Nach erfolgreicher Überquerung des Rheins bei Remagen stießen amerikanische Truppen in schneller Fahrt von Süden kommend Richtung Paderborn vor. Major General Rose war am Abend des 30. März auf einer Erkundungsfahrt zu seinen Truppen, als er auf der Dörenhagener Straße in der Nähe von Schloss Hamborn auf mehrere deutsche Kampfpanzer stieß. Er musste aus seinem Jeep aussteigen und sich einem deutschen Panzerkommandanten ergeben. Als Rose zu seiner Pistole griff, um sie entweder aus dem Holster zu nehmen oder aber mit dem Holster zu entfernen, wurde er von dem deutschen Soldaten erschossen. Der Ablauf dieses Vorgangs mit dem tragischen Ende wurde später von einer amerikanischen Untersuchungskommission bestätigt. Am Todestag von Maurice Rose informierten sich vor Ort an der Dörenhagener Straße zwischen Schloß Hamborn und Kirchborchen Landrat Manfred Müller, Norbert Ellermann, Klaus Gosny, Manfred Kern, Manfred Liebig, Arno Wahl und Michael Weber über das Geschehen. Als ehrendes Andenken an den für die Befreiung vom Nationalsozialismus Gefallenen wurde ein kleines Schild aufgestellt. Landrat Manfred Müller: „Noch in den letzten Kriegstagen wurde sinnlos gestorben – auf beiden Seiten. Auf 74 Jahre Frieden können wir nunmehr zurückblicken. Frieden ist das höchste Gut! Darauf wollen wir vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aufmerksam machen!“ Für das nächste Jahr seien für den 75. Gedenktag eine kleine Feierstunde, die Errichtung einer dauerhaften kleinen Gedenkstätte in der Nähe sowie ein historischer Vortrag geplant.

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