Ausgesummt – Das Insektensterben und seine Folgen

Ulmenzipfelfalter - Foto: Rita Wilhelmi -

Vortrag & Forum im Nationalparkamt

Bad Wildungen(pm). Im Rahmen der Reihe Vortrag & Forum lädt das Nationalparkamt Kellerwald-Edersee am Donnerstag, 21. März, herzlich in seinen Vortragssaal in Bad Wildungen, Laustraße 8, ein. PD Dr. Kai Füldner, Direktor der Städtischen Museen Kassel, spricht zum Thema: Ausgesummt – Das Insektensterben und seine Folgen. Beginn des Vortrags ist 19:30 Uhr. Es ist keine Anmeldung erforderlich, der Eintritt frei. Interessierte, die mit dem ÖPNV anreisen, steigen an der Haltestelle Bad Wildungen, Breiter Hagen aus und erreichen das Nationalparkamt nach einem kurzen Fußweg von max. fünf Minuten.

Seit einigen Jahren trifft die Insektenwelt eine erschreckende Aussterbewelle. Selbst für Laien ist erkenntlich, dass z.B. bei Autofahrten im Sommer die Windschutzscheiben – anders als noch vor 10 oder 15 Jahren – frei von Insekten bleiben. Dabei verschwinden nicht nur seltene Arten, sondern auch Allerweltsarten sind in erheblichem Maße betroffen. Welche Gründe führen zu diesem alarmierenden Phänomen des Insektensterbens? PD Dr. Kai Füldner, Direktor der Städtischen Museen Kassel, befasst sich seit langer Zeit mit Veränderungen in unserer Umwelt. Vor allem die landwirtschaftlichen Produktionsmethoden haben sich gerade im letzten Jahrzehnt durch Effizienzsteigerung, Strukturwandel und Kostendruck als problematisch für die Artenvielfalt im Offenland entwickelt. Füldner zeigt die Diversität der Insektenwelt, die oft komplexe Nischen belegt, die nicht nur natürlichen, sondern oft menschengemachten Ursprungs sind. Dabei wird deutlich, dass auch in vergangenen Jahrzehnten bereits viele Arten verschwunden sind – die Dimension des aktuellen Verlustes ist jedoch dramatisch. Die wissenschaftlichen Fakten und Zusammenhänge werden dabei auf anschauliche Weise vorgestellt und die Verantwortung jedes einzelnen Bürgers für diese Vorgänge beleuchtet.

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