Die Neue Seidenstraße – Liegt unsere Zukunft im Osten?

Marcus Herning - Foto:Veranstalter -

Marcus Hernig liest aus seinem neuen Buch

Hallenberg(pm). Spätestens seitdem der chinesische Präsident Xi Jinping 2013 im kasachischen Astana das Programm „One Belt and One Road“ (BRI) ausgerufen hat, vollzieht sich Chinas Öffnung global. Gleichzeitig scheint sich wenig in Europa zu bewegen und China will zum weltgrößten Konsummarkt werden. Entlang der alten Seidenstraße zu Land und zur See entstehen neue Orte wirtschaftlichen und
kulturellen Austauschs. Was passiert zwischen Deutschland und China in den riesigen Gebieten
Asiens? Wie sieht es dort aus? Welche Probleme und Chancen gibt es? Was können unsere
Perspektiven in einer veränderten Welt, gerade auch im mittelständisch geprägten Sauerland sein?
Marcus Hernig erzählt und zeigt Bilder zwischen China und Deutschland. Dabei liest er aus seinem
neuen Buch “Die Renaissance der Seidenstraße – Der Weg des chinesischen Drachens ins Herz
Europas”.

Geschichten aus Hallenberg und China
„1992 kam ich zum ersten Mal nach China, 2011 zum ersten Mal nach Hallenberg. Beide Orte, so
unterschiedlich sie auch immer sein mögen, haben mich zum Bleiben eingeladen. In China habe ich
studiert, geliebt, geheiratet, geschrieben, in Hallenberg lebe ich, ruhe mich aus, schreibe ebenfalls
und dabei untermalt vom Plätschern der Weife neben meiner „Dichterhütte“ an der Bachbiegung. In
Hallenberg entstehen große Teile meiner Bücher.
Hier erzähle ich in Büchern von den Gefühlen, von Freude bis Zorn, die das Leben der Menschen im
Osten bestimmen. Menschen, die ich genauso gut kenne wie die Deutschen, Menschen von denen es
viel zu erzählen gibt und die in Deutschland immer mehr werden. Nur eineinhalb Autostunden von
Hallenberg entfernt, in Frankfurt, prägen Chinesen die Wirtschaft Deutschlands, Menschen lernen
vom Kindergarten an ihre Sprache, um sich auf eine gemeinsame Zukunft einzustellen. Es ist gut,
wenn Menschen aus Ost und West zusammenleben.
Das Bauchgefühl ist dabei wichtig, in der Bauchregion entstehen Gefühle. Der Bauch war es der mich
dazu gebracht hat nach Hallenberg zu kommen, um hier schriftstellerisch und auch ein wenig
kulturvermittelnd tätig zu werden. Im Vergleich zu Shanghai, wo ich mehr als 15 Jahre lang gelebt
habe, ist Hallenberg winzig. Doch halt: „Im Kleinen steckt das Große“ ist eine alte chinesische
Weisheit. Darin liegt die Kraft und das Potenzial dieses Ortes, daraus lassen sich viele gute
Geschichten erzählen“ 20. Februar 2019 um 19.00 Uhr Infozentrum Kump Hallenberg

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