Der „Upland-Adler“ Stephan Leyhe fliegt in Willingen

Der „Upland-Adler“ Stephan Leyhe fliegt in Willingen - Foto:Tourist Information Willingen - Stephan Leyhe freut sich auf den Heimweltcup auf der Mühlenkopfschanze

Lokalmatador freut sich auf den Heimweltcup auf der Mühlenkopfschanze

Willingen(pm). Sie nennen ihn den „Upland-Adler“. Der Willinger Skispringer Stephan Leyhe ist endgültig aus dem Schatten anderer deutschen Skisprung-Stars wie Andreas Wellinger und Richard Freitag herausgetreten. Spätestens seit dem dritten Platz bei der Vierschanzentournee steht er im Rampenlicht. Auf FIS Skisprung Weltcup in Willingen vom 15. bis 17. Februar freut sich der Olympia-Silbermedaillengewinner wegen Trainingsmöglichkeiten ganz besonders.
Die Mühlenkopfschanze ist „seine“ Schanze, er kennt sie bis ins kleinste Detail. Mehrere Zehntausend Zuschauer werden ihn an den drei Weltcuptagen wahrscheinlich noch viel lauter anfeuern als alle anderen Athleten. Auf die Unterstützung der Fans kann Stephan Leyhe in seinem Heimatort zählen. Der 27-Jährige springt für den Ski-Club Willingen, stammt gebürtig aus dem Ortsteil Schwalefeld. Mittlerweile wohnt Leyhe zwar wegen der Trainingsmöglichkeiten im Schwarzwald, besucht seine Familie in Schwalefeld aber so oft wie möglich.


Willingen und die Welt blicken auf Stephan Leyhe
In dem knapp 580 Einwohner zählenden Dorf, nur wenige Kilometer von der Mühlenkopfschanze entfernt, wird Leyhe als Held gefeiert. Vor allem nach dem Gewinn der Team-Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang 2018 bereitete ihm das ganze Dorf einen tollen Empfang. Familie und Freunde begleiten ihn zudem oft zu den Springen der gesamten Weltcup-Serie. Emotional kommt für den „Upland-Adler“ aber nichts an das Skispringen in Willingen heran. Nur wenige Skispringer hätten die Möglichkeit, in ihrem Heimatort zu springen, so Leyhe. Und: „Man kennt praktisch jeden.“ Dazu zählen sicher auch viele der mehr als 1.400 Helfer, die jedes Jahr beim Weltcup mit anpacken. Die „Free Willis“ genießen inzwischen genauso Kult-Status wie das Springen selbst, das nicht zuletzt für fantastische Stimmung an der Schanze und rauschende Partys mit Livemusik und Feuerwerk bekannt ist.


Neu: zusätzlicher Team-Weltcup
Der Wettkampf auf der größten Großschanze der Welt wird in diesem Jahr sogar noch aufgewertet: Der Internationale Skiverband FIS hat dem Ski-Club Willingen einen zusätzlichen Team-Weltcup zugeteilt, nachdem das Springen in Titisee-Neustadt Anfang Dezember wegen anhaltend schlechter Witterung abgesagt werden musste. Das macht in Willingen bereits aus dem Weltcup-Auftakt am Freitag, 15. Februar, einen echten Kracher mit gleich drei Wertungsdurchgängen und rund 100 Wertungssprüngen an einem Tag. Nach dem offiziellen Training beginnt am Nachmittag um 15.45 Uhr das Mannschaftsspringen mit Wertungs- und Finaldurchgang sowie Siegerehrung. Direkt im Anschluss, ab 18.15 Uhr steht die Qualifikation für die Einzelweltcups an. Die gehen am Samstag, 16. Februar (ab 15 Uhr Probe / ab 16 Uhr zwei Durchgänge) und Sonntag, 17. Februar (ab 14.15 Probe / ab 15.15 Uhr zwei Durchgänge) über die Bühne – oder besser über die Schanze.
Fünf Sprünge fließen mit ein in die Wertung für „Willingen/5“: die Weltcup-Sprünge, bestehend aus der Quali sowie jeweils zwei Einzeldurchgängen am Samstag und Sonntag, werden zusammengerechnet. Wer diese Sonderwertung auf der Mühlenkopfschanze gewinnt, darf sich über ein Extra-Preisgeld von 25.000 Euro freuen. So wie im Vorjahr der Pole Kamil Stoch.


Super Stimmung bei den Wettkämpfen und auf den Partys
Willingen ist ein Garant für brodelnde Stimmung. Alleine der Musik-Act am Freitagabend um 18 Uhr hat es in sich. Der international gefeierte DJ und Musikproduzent Felix Jaehn (24) wird dem Publikum am Eröffnungsabend musikalisch einheizen. Er war mit „Cheerleader“ in den USA auf Platz 1 der Charts, eine riesen Sensation! Und auch gleich der nächste Remix von „Ain´t Nobody (Loves Me Better)“ wurde zum Sommerhit 2015. Musikprojekte mit Mark Forster („Stimme“) und auch das Lied „Jeder für Jeden“ zur Fußball-EM 2016, das er mit Herbert Grönemeyer produzierte, liefen in den Playlists rauf und runter. Der Top-DJ wird in seinem 45-minütigen Bühnenkonzert ordentlich einheizen, bevor der Abschluss wieder mit einem riesigen Höhenfeuerwerk und passend eingespielter Musik die Show beendet.
Leyhes Ziel: Medaille bei der WM
Klar, dass sich auch der sympathische Lokalmatador Stephan Leyhe Hoffnungen auf diese Trophäe macht. Bislang war die Olympiamedaille das höchste, das der 27-Jährige sportlich erreicht hat, sagt er. Doch nur wenige Tage nach dem Skispringen in Willingen geht es weiter zur Weltmeisterschaft im österreichischen Seefeld – für Leyhe ein weiteres Highlight der Saison. „Da ist mein Ziel eine Medaille“, kündigte der sonst so ruhige und gelassene „Überflieger“ selbstbewusst an. Eine Top-Leistung beim Skisprung-Weltcup in Willingen und vielleicht sogar ein Treppchenplatz würden den „Upland-Adler“ bei der anschließenden WM ganz sicher noch beflügeln. Weltcup-Infos und Tickets gibt´s unter www.weltcup-willingen.de

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