Langer Weg vom Apfelkern bis zur Ernte

Hörler Kinder führen Stück beim Erntedankgottesdienst auf

Hörle(nh). Trotzdem oder gerade weil dieses Jahr nur wenige Apfelbäume eine gute Ernte trugen, stand der Apfel im Mittelpunkt des diesjährigen Erntedankfestes in Volkmarsens kleinstem Stadtteil Hörle. Insgesamt zehn Kinder des Dorfes hatten deshalb unter der Leitung der Kirchenvorstandsmitglieder Sandra Schnare, Cora Viesehon und Ute Wiesemann für den Dankgottesdienst ein von Pfarrerin Anne-Rieke Palmié ausgesuchtes Stück rund um die Obsternte eingeübt. Ungeduldig wartet dabei ein kleiner Junge darauf, dass aus seinem Apfelkern endlich ein leckerer Apfel wird. Zwei kleine Würmer, die aus einem großen reifen Apfel hervorschauen, belehren ihn aber, dass man hierfür nicht nur sehr viel Zeit sondern unter anderem auch Regen, Sonne, einen Baum mit Ästen und Blüten sowie Bienen braucht. In diese Rollen schlüpften die Kinder und erklärten stolz, wie wichtig sie jeweils für die spätere Ernte sind. Dadurch wurde klar, dass der Mensch zwar den Kern pflanzen und sich gut um den daraus entstehenden Setzling kümmern kann, er die Ernte aber nur zu einem kleinen Teil selbst beeinflussen wird. Dazu passend wurde das Lied „Wir pflügen und wir streuen den Samen auf das Land“ gesungen, in dem es weiter heißt „doch Wachstum und Gedeihen steht in des Himmels Hand.“ Nach dem Gottesdienst folgte auf Einladung von Ortsbeirat und Kirchenvorstand ein gemeinsames Kaffeetrinken, bei dem selbstgebackene Kuchen und Torten angeboten wurden. Die große Beteiligung an dem gemütlichen Nachmittag zeigte wieder, welchen hohen Stellenwert das Erntedankfest in dem landwirtschaftlich geprägten Ort auch heute noch hat.

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