Landkreis plant Neubau der Grundschule in Sachsenhausen

Korbach(nh). Der Landkreis Waldeck-Frankenberg plant den Neubau der Grundschule in Sachsenhausen – und wird damit langfristig mehrere Millionen Euro in den Schulstandort der Stadt Waldeck investieren. Die Planung für das Gebäude ist bereits angelaufen; die Ausschreibung für die Architektenleistung ist ebenfalls auf den Weg gebracht. Der Baubeginn des über sieben Millionen schweren Vorhabens ist für 2019 geplant. Gemeinsam mit der Schulleitung und der Elternvertretung besprachen Landrat Dr. Reinhard Kubat und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese in einem Vor-Ort-Termin das Vorhaben – und machten sich darüber hinaus nochmals ein Bild von der in die Jahre gekommenen Sachsenhäuser Grundschule. „Der Sanierungsaufwand des bestehenden Gebäudes ist enorm und würde – insbesondere durch die Anforderungen des Brandschutzes – im zweistelligen Millionenbereich liegen“, erläutert der Landrat und Schuldezernent den baulichen Zustand. „Daher haben wir uns dazu entschlossen, eine moderne und allen Lernansprüchen genügende neue Grundschule zu bauen, um allen Schülerinnen und Schülern ein optimales Lernumfeld zu schaffen, in dem sie sich auch wohl fühlen.“ Dass sich auch die Schülerinnen und Schüler der kürzlich geschlossenen Grundschule in Waldeck in ihren neuen Klassen in Sachsenhausen wohl fühlen, berichten die Schulleiterin der Grundschule Brigitte Trietsch und der Elternbeiratsvorsitzende Steffen Lahme. „Die Kinder haben sich sehr schnell in ihr neues Umfeld eingefunden und bereits Freundschaften geschlossen“, so die Schulleiterin. Mit dem geplanten Neubau in Sachsenhausen ist ein weiterer Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Schulstandortes in der Gemeinde Waldeck getan. Diesen zu stärken, darin sind sich sowohl der Landrat, als auch der Erste Kreisbeigeordnete einig. „Die Schülerzahlen in der Sachsenhäuser Grundstufe sind konstant“, berichtet Karl-Friedrich Frese. Die Schulentwicklung in der Sekundarstufe I sei dahingegen eher rückläufig. Daher wird die Mittelpunktschule in Sachsenhausen mittelfristig geschlossen werden. Das ist politischer Beschluss. Das wird aber erst dann geschehen, wenn an der MPS zwei Jahre nacheinander nur noch eine Eingangsklasse gebildet werden kann. „Und selbst dann werden alle Schülerinnen und Schüler, die die Mittelpunktschule zu diesem Zeitpunkt besuchen, noch ihren Abschluss dort absolvieren können“, versichern Kubat und Frese. Im Falle einer mittelfristigen Schließung der Schule haben der Landrat und der Erste Kreisbeigeordnete auf Wunsch der Sachsenhäuser Elternvertretung zugesagt, zu prüfen, ob der Busverkehr zwischen dem Waldecker Einzugsgebiet und Herzhausen verbessert werden kann. So könnte künftigen Schülerinnen und Schülern aus diesem Bereich bei entsprechendem Wunsch eine gute Anbindung an die Ederseeschule Herzhausen ermöglicht werden. Das ist, wenn es zur Schließung der Sekundarstufe I in Sachsenhausen kommt, eine weitere Alternative zu den bisherigen Angeboten – zum Beispiel in Korbach oder im Edertal. Die Planungen des Landkreises für den Neubau der Grundschule in Sachsenhausen werden von der Elternvertretung begrüßt. Die ersten Vorüberlegungen für ein eingeschossiges und barrierefreies Gebäude stehen bereits. So soll der Neubau, der auf einer Fläche in unmittelbarer Nähe der Mittelpunktschule in Sachsenhausen errichtet werden wird, ein an der Schülerzahl ausgerichtetes Raumprogramm umsetzen. Entsprechend sind in ausreichender Anzahl Klassen- und Differenzierungsräume, Fachräume, Verwaltungsräume und ein Betreuungsbereich in das Konzept mit eingeflossen. Das zweistufige Vergabeverfahren für die Architektendienstleistungen hat der Eigenbetrieb Gebäudemanagement des Landkreises bereits gestartet. Im Frühjahr nächsten Jahres wird der Architektenvertrag geschlossen werden können. Nach Planung und Baugenehmigung wird im Herbst die Vergabe von Aufträgen an die ausführenden Unternehmen stattfinden, damit in 2019 mit dem Bau begonnen werden kann. Mit dem Beginn des Schulbetriebes in der neuen Grundschule wird zum Schuljahr 2022 gerechnet. Bis dahin sollen Übergangslösungen im bestehenden Gebäude geschaffen werden. Denn durch die von den Eltern immer stärker nachgefragte Ganztagsbetreuung im Pakt für den Nachmittag stößt die Grundschule platztechnisch an ihre Grenzen. Der Bitte der Schulleitung wird der Landkreis nachkommen und schnellstmöglich ein mobiles Klassenraummodul auf dem Schulhof für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stellen.

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