Aktionstage „Keine Keime“ im Kreiskrankenhaus eröffnet

Gemeinsame Arbeit gegen Keime: Dafür stehen die hygienebeauftragten Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses. Die Ausstellung eröffneten (v.l.) Margret Ochse, Dr. Anja Hübner, Ulrike Ebert, Nadine Clemens, Geschäftsführer Ralf Schulz, Dr. Katharina Schuppan, Silvia Vesper, Sonja Merkel und die stellvertretende Pflegedienstleiterin Karin Felski. Foto: Kreiskrankenhaus/nh

 

Frankenberg(nh). „Wer über Keime Bescheid weiß, muss keine Angst vor Gerüchten haben“, stellt Ralf Schulz, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Frankenberg, klar. „Ängsten und Befürchtungen, die sich rund um multiresistente Erreger ranken, treten wir als Kreiskrankenhaus mit Informationen und gezielten Maßnahmen entgegen.“ Gemeinsam mit der Hygieneabteilung eröffnete er am Montag die Aktionstage „Keine Keime – keine Chance für multiresistente Erreger.“ In der Ausstellung im Foyer des Kreiskrankenhauses können sich Besucher und Patienten bis Freitag, 3. März 2017, informieren. „Uns liegt das Thema sehr am Herzen, und am besten können wir das im direkten Gespräch erklären und zeigen“, betont Dr. Katharina Schuppan, Krankenhaushygienikerin in Weiterbildung. Werktags von 10 Uhr bis 11 Uhr steht sie im Aktionszeitraum gemeinsam mit Silvia Vesper, Diplom-Pflegewirtin und Fachkraft für Krankenhaushygiene, für Fragen und Erklärungen direkt zur Verfügung. Bei der Eröffnung zeigen beide an Beispielen, wie eine richtige Händedesinfektion funktioniert, erläutern, was resistente Keime sind, wann sie eine Gefahr darstellen, und wie Patienten und Angehörige mithelfen können, die Zahl der Infektionen zu verringern. Das wird insbesondere in einer UV-Box deutlich. Unter dem UV-Licht wird sichtbar, dass nach einer zumindest gefühlt gründlichen Händedesinfektion häufig dennoch nicht alle Stellen ausreichend benetzt sind. „Unsere Kernaufgabe besteht darin, präventiv tätig zu werden, um Patienten und Mitarbeiter vor Krankenhausinfektionen zu schützen“, beschreibt Silvia Vesper ihr Tätigkeitsfeld. Der Hygieneabteilung kommt eine besondere Rolle zu: Sie koordiniert die Arbeit der 13 hygienebeauftragten Pflegekräfte und drei Ärzten auf den Stationen, informiert über relevante Laborbefunde und hält den zentralen Hygieneplan aktuell. Zur täglichen Prävention kommt die Keimkontrolle. Weiterhin werden Maßnahmen ergriffen, um Risikopatienten für multiresistente Erreger zu identifizieren, Übertragungswege von Keimen zu unterbrechen und somit Patienten und Personal gleichermaßen zu schützen: „Mit einem Risikocheck direkt bei der Aufnahme gehen wir sicher, dass der Patient keine resistenten Keime unbemerkt in das Krankenhaus einschleust. Gehört er zu einer Risikogruppe, so überprüfen wir das mit einem Abstrich direkt“, erklärt Oberärztin Dr. Anja Hübner die tägliche Arbeit auf Station und die vielfältigen Hygienemaßnahmen in enger Abstimmung mit Dr. Schuppan und Silvia Vesper.Patienten können sich dieser Tage über das Thema „Keine Keime“ auch auf den Stationen selbst informieren. Auffällig gestaltete Plakate illustrieren eindrucksvoll den Schutz vor Keimen. Aufkleber weisen auf den Fluren den Weg zum nächsten Händedesinfektionsspender. 

Hintergrundinformation

Die Ausstellung im Foyer des Kreiskrankenhauses ist bis 3. März 2017 zu sehen. Werktags von 10 Uhr bis 11 Uhr stehen die Mitarbeiterinnen der Hygieneabteilung allen Interessierten für Informationen und Fragen rund um das Thema „Keine Keime – keine Chance für multiresistente Erreger “ zur Verfügung.Das Kreiskrankenhaus erfüllt die gesetzlichen Vorgaben der Hessischen Hygieneverordnung. Die Beschäftigung von 13 hygienebeauftragten Mitarbeitern in den Pflege- und Funktionsbereichen wird vom Gesetzgeber für Krankenhäuser nicht vorgegeben, hat sich jedoch im Kreiskrankenhaus bewährt. Koordiniert wird die Arbeit von Silvia Vesper, Diplom-Pflegewirtin und Fachkraft für Krankenhaushygiene. Gemäß der Vorgaben geschult und benannt sind im Kreiskrankenhaus drei hygienebeauftragte Ärzte. Mit Dr. Katharina Schuppan beschäftigt das Kreiskrankenhaus eine Krankenhaushygienikerin in Weiterbildung. Über diese klaren Aufgabenverteilungen in der Pflege und im ärztlichen Dienst hinaus unterhält das Kreiskrankenhaus eine turnusmäßig zusammenkommende Hygienekommission.

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