Gewalt als Strategie – der Islamische Staat

Referent Dr. Bernd Zywietz

Frankenberg(wd/nh).  Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., Sektion Waldeck-Frankenberg (GSP) setzt den Themenbereich Ursachen und Wirkung der Flüchtlingsströme mit ihrer nächsten Veranstaltung fort. Die GSP lädt am Mittwoch, 4. November um 19 Uhr 30  in die Aula der Hans-Viessmann-Schule zu dem Vortrag Islamischer Staat (IS) – Gewalt als Strategie, wie der IS handelt und wirbt – Ziele, Aufbau und Arbeitsweise des IS ein.

Als Referenten konnte die GSP den ausgewiesen Fachmann Dr. Bernd Zywietz, Jahrgang 1975, gewinnen. Dies zeigt seine Vita. Film- und Medienwissenschaftler: Gründungs- und Vorstandsmitglied des Netzwerk Terrorismus e.V., Studium der Publizistik und Filmwissenschaft in Mainz, Promotion zum Thema Terrorismus im Spielfilm in Tübingen. Tätigkeit als Universitätsdozent, Journalist, Autor und Redakteur. Dr. Zywietz hat medienpraktische und -pädagogische Erfahrung und ist Mitglied der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) und des Verbands deutscher Filmkritik (VDFK). Aktuell forscht er zur Online-Propaganda des „Islamischen Staates“, ihrer Gestaltung und medienethischen Herausforderung. In diesem Rahmen berät er und wirkt mit bei diversen Medienbeiträgen von ARD und ZDF. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) ist nicht nur ein Phänomen des zerrütteten Iraks oder des syrischen Bürgerkrieges, sondern auch eines, das die Menschen hierzulande erreicht und heimsucht. Als Anziehungspunkt lockt er vor allem junge, gar jugendliche Deutsche, die in den „Heiligen Krieg“ aufbrechen; seine Propaganda mit ihren brutalen Bildern kursieren in sozialen Netzwerken des Internets und erscheinen auf den privaten Bildschirmen der Menschen. Dementsprechend ist der IS nicht nur eine Herausforderung für die Außen- und Sicherheitspolitik und für das Verhältnis der deutschen Mehrheitsgesellschaft zur Weltreligion Islam, sondern auch ein Problem der „alten“ und „neuen Medien“. Der Vortrag bietet – ausgehend von der Frage, wie „islamisch“ der IS zwischen Glaube, Ideologie und strategischer Selbstdarstellung ist – Einblick in die Geschichte, Ziele und Organisationsform des IS und klärt, worin er sich von al-Qaida als bislang dominanter international-jihadistischer Terrorbedrohung unterscheidet. Anhand von Videobeispielen wird aufgezeigt, mit welchen Mitteln und Aussagen der IS sich zu welchem Zweck an unterschiedliche Adressaten in Nahost und im Westen wendet, um zu klären, was den IS bei aller Grausamkeit und Fanatismus für viele Menschen so „attraktiv“ und erfolgreich macht. Abschließend wird auf die Herausforderungen durch den IS für unsere Gesellschaft, die Medien und den Staat eingegangen wie auf die drängende Frage, wie: „Wie sollen wir mit dem IS und seiner Propaganda umgehen?“ Die GSP bittet um Beachtung des Veranstaltungsortes. Durch die Einbindung des Bataillon Elektronische Kampfführung 932 in die Flüchtlingsbetreuung findet der Vortrag in der Hans-Viessmann-Schule statt. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostfrei.

 

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