Spielerisch die Ängste nehmen: Kindergartenkinder besuchten Kreisklinik

Um die Angst vor Untersuchungen zu nehmen, konnten sich die Kinder Geräte wie den Computertomograf oder das Röntgengerät in der Klinik aus nächster Nähe anschauen. Foto:Kreiskrankenhaus Frankenberg/nh

Frankenberg(nh/od). Der Gang zum Doktor oder gar ins Krankenhaus ist für viele, insbesondere kleinere Kinder mit großen Ängsten verbunden. Um ihnen diese zu nehmen und zu zeigen, was im Krankenhaus eigentlich passiert, haben Kinder der Tagesstätte Rennertehausen jetzt das Frankenberger Kreiskrankenhaus besucht und dabei auch einiges gelernt.

 Zum Beispiel, was passieren kann, wenn man einen Fahrradunfall gehabt hat. „Natürlich haben wir den Kindern verdeutlicht, dass es ganz wichtig ist, beim Radfahren einen Helm zu tragen“, erklärt die Krankenschwester Ines Klimke. „Was in der Klinik gemacht wird, wenn man dann aber doch gestürzt ist, haben wir unseren kleinen Besuchern Schritt für Schritt erklärt.“ Dafür durften sich die Kinder sowohl den Computertomograf, kurz CT, anschauen, der zum Einsatz kommt, wenn bei einem Patienten Kopfverletzungen vermutet werden und auch ein Röntgengerät, mit dem die Ärzte zum Beispiel gebrochene Arme oder Beine feststellen können. „Außerdem haben wir den Kindern erklärt, welche Arten von Gipsen es gibt und was man beachten muss, wenn man einen trägt“, so Ines Klimke weiter. „Großen Spaß hatten sie dann natürlich auch, als sich jeder von ihnen einen Gips in der Farbe ihrer Wahl anlegen lassen konnte.“

Auch beim Anlegen eines künstlichen Gipsarms hatten die Kinder der Tagesstätte aus Rennertehausen großen Spaß. Foto:Kreiskrankenhaus Frankenberg/nh

Neben dem Rundgang durch die Ambulanz standen die Krankenschwestern den kleinen Besuchern aber auch bei Fragen Rede und Antwort – viele von den Kindern haben dabei auch von ihren eigenen Erfahrungen erzählt. „Manche Kinder haben darüber berichtet, dass sie selbst schon einmal in der Klinik behandelt werden mussten oder herkamen, um Verwandte zu besuchen“, erzählt Schwester Ines, die den Ausflug gemeinsam mit den anderen Krankenschwestern aus der Ambulanz organisiert hat. „Einige von ihnen sind eher ängstlich gewesen, andere haben sich sehr dafür interessiert, was hier eigentlich passiert. Wichtig ist, dass sich die Kinder über ihre Fragen und Probleme austauschen können.“ Damit seien dann oft schon viele Ängste ausgeräumt.

 

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