Signal gegen den Fachkräftemangel

Die SPD-Nordhessenrunde besuchte STRABAG AG in Bebra. Foto:nh

SPD-Nordhessenrunde besuchte STRABAG AG in Bebra

Bebra/Waldeck-Frankenberg(nh). „Das ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie man dem Fachkräftemangel entgegenwirken kann“. Dieses Fazit zogen die Landtagsabgeordneten der Nordhessenrunde, der auch die heimische Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Neuschäfer angehört, nach einer Tagung der SPD-Nordhessenrunde bei der STRABAG AG in Bebra. Hier werden derzeit 75 gewerbliche Lehrlinge aus ganz Deutschland in verschiedenen Bauberufen für den Verkehrswegebau der STRABAG Gruppe ausgebildet. Sie erlernen den Beruf des Baugeräteführers, Beton- und Stahlbetonbauers, Straßenbauers oder Tiefbaufacharbeiters. Zwei der künftigen Straßenbauer absolvieren ihre Ausbildung im Rahmen eines dualen Bauingenieurwesen-Studiums.

Jungen Menschen eine fundierte Ausbildung und somit einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen, ist das erklärte Ziel. Und dies sei nicht ganz uneigennützig: „Nur mit gut qualifiziertem eigenem Personal kann die STRABAG auch zukünftig ihre Aufgaben wirtschaftlich erfüllen“, erläuterte Winfried Stein, Ausbildungsleiter der Konzern-Lehrwerkstatt.
Mit dem Angebot will die STRABAG AG sowohl die Ausbildungsquote im gewerblichen Bereich erhöhen als auch den Fachkräftebedarf in der Unternehmensgruppe decken. Die Chancen der Azubis, nach einem erfolgreichen Abschluss innerhalb der STRABAG einen Arbeitsplatz zu finden, sein somit sehr gut.
Neben der Konzern-Lehrwerkstatt für gewerbliche Bauberufe befindet sich in Bebra auch das 2009 eingeführte Kaufmännische Ausbildungszentrum (KABZ) für alle kaufmännischen Auszubildenden der STRABAG Gruppe in Deutschland sowie eine der beiden zentralen gewerblichen Lehrwerkstätten der Baumaschinentechnik International GmbH (BMTI). Die BMTI ist als Service- und Dienstleistungsbetrieb des Konzerns verantwortlich für das komplette Baumaschinen- und Fuhrparkmanagement und bildet in Bebra beispielsweise Mechaniker, Mechatroniker und Industriemechaniker aus. „Der Vorteil der zentralen Ausbildung besteht in der Tatsache, dass alle im Konzern verwendeten Maschinen und Systeme zur Verfügung stehen und sich die Auszubildenden aller Standorte kennenlernen, was zu wichtigen Vernetzungen führt“, sagte Sommer. Ebenso hätten die Auszubildenden dadurch die Möglichkeit an verschiedenen Standorten in die Praxis zu schnuppern und könnten nach Ende der Ausbildung mitentscheiden, wo ihr künftiger Arbeitsplatz liegen solle, so Winfried Stein, Ausbildungsleiter der Konzern-Lehrwerkstatt. Firas Ajouri, Gewerblicher Ausbildungsleiter, betonte, man lege Wert darauf, dass auch die zukünftigen Maschinenführer wüssten, wie ein Weg gepflastert werde, oder wie man eine Mauer hochziehe. Dies führe dazu, dass jeder die Arbeitsbedingungen des Kollegen kenne und darauf Rücksicht nehme.
„Die Lehrwerkstätten sind sehr gut ausgestattet und das Ausbildungskonzept optimal strukturiert“, betonte Sommer, die sich auch vor Ort in Waldeck-Frankenberg für Ausbildungsoptimierung und regionale Wertschöpfung einsetzt.

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