24-Stunden-Blitz-Marathon: Polizei in Waldeck-Frankenberg zieht positive Bilanz

Rubrikbild Geschwindigkeitskontrolle Foto:Joachim Müllerchen/Wikipedia

Waldeck-Frankenberg(nh).An den Kontrollen in Waldeck-Frankenberg waren insgesamt 50 Beamte sowie kommunale Mitarbeiter der Ordnungsbehördenbezirke Bad Arolsen und Eisenberg beteiligt.

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg ereigneten sich im Jahr 2013 insgesamt 3727 Verkehrsunfälle. 329 davon mit der Unfallursache „Nicht angepasste Geschwindigkeit“. Dabei wurden 88 Menschen leicht und 80 Menschen schwer verletzt. 4 Menschen kamen durch die Unfallursache „ Nicht angepasste Geschwindigkeit“ ums Leben.

Deshalb sind folgende Kernaussagen auch ganz entscheidend und zutreffend:
Geschwindigkeit entscheidet bei Verkehrsunfällen oft über Leben und Tod
Ein Verkehrstoter bedeutet unendliches Leid, Wut, Schock und Trauer für die Angehörigen und Freunde
Deshalb sind Geschwindigkeitsverstöße auch kein Kavaliersdelikt
Eine Reduzierung des Geschwindigkeitsniveaus innerorts um 2 km/h senkt die Zahl der Unfälle um 15%
Im Mittelpunkt aller polizeilichen Maßnahmen steht die Sicherheit im Straßenverkehr

Arnfried Schlömer vom Regionalen Verkehrsdienst zeigt sich zum Abschluss der Kontrollmaßnahmen zufrieden und zieht ein positives Resümee: „Wir haben in Waldeck-Frankenberg innerhalb 24 Stunden insgesamt 22 Mess-/Kontrollstellen eingerichtet und insgesamt 4282 Fahrzeuge kontrolliert. Dabei haben wir 195 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Das bedeutet eine Beanstandungsrate von 4,56 % und das ist deutlich weniger als an anderen Tagen“. Die Ankündigungen scheinen also Wirkung entfaltet zu haben. Die Beanstandungsrate bei Geschwindigkeitsmessungen liegt sonst in der Regel zwischen 5 und 10%. Die meisten der Geschwindigkeitsüberschreitungen (184) wurden mit einem Verwarnungsgeld geahndet. 10 Fahrzeugführer müssen mit einer Bußgeldanzeige und Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei und einer sogar mit einem Fahrverbot rechnen. Zu den Geschwindigkeitskontrollen kamen noch einige wenige weitere Verstöße hinzu, die meist mit einer mündlichen Verwarnung geahndet wurden. Bei 9 Verstößen (zumeist Nichtanlegen des Gutes) kassierten die Beamten aber ein Verwarnungsgeld. Besondere „Highlights“ ergaben sich an den Kontrollstellen nicht, wenn man von einem Rollerfahrer absieht, der mit einem getunten Roller ohne Versicherungsschutz im Bereich Allendorf/Eder unterwegs war und an der Kontrollstelle unerkannt flüchten konnte. Das Thema „Geschwindigkeit“ wurde an dem Kontrolltag in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gestellt. Es ging nicht darum, Verkehrsteilnehmer abzuzocken, dementsprechend ging es an den Kontrollstellen auch entspannt zu. Die Verkehrsteilnehmer zeigten sich sehr einsichtig und ärgerten sich über sich selber, wenn sie trotz Ankündigungen zu schnell unterwegs waren. Arnfried Schlömer: „Wir wünschen uns, dass sich die Fahrzeugführer auch an anderen Tagen an die Geschwindigkeitsbeschränkungen halten. Wir werden das auch weiterhin überwachen. Verkehrsteilnehmer müssen zu jeder Tages- und Nachtzeit mit Verkehrskontrollen rechnen.

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