Auftaktveranstaltung zum EU-Projekt 4A4PEDs in Hatzfeld und Battenberg stößt auf großes Interesse

Gemeinsam die Energiezukunft selbst gestalten

Hatzfeld/Battenberg(pm). Energie ist in der modernen Gesellschaft genauso wichtig wie Wasser. Der landesweite Blackout (Stromausfall) in Spanien und Portugal Ende April 2025 hat uns dies noch einmal deutlich vor Augen geführt. Die Frage „Wie können Kommunen im ländlichen Raum eine saubere, sichere und bezahlbare Energieversorgung für die Zukunft gestalten?“ versuchen Hatzfeld und Battenberg mit dem EU-Forschungsprojekt „4A4PEDs“, das am 24. April 2025 bei einer Bürgerinformationsveranstaltung in Hatzfeld und Battenberg vorgestellt wurde zu beantworten. Hatzfeld und Battenberg sind in diesem Projekt die einzigen Kommunen aus dem Ländlichen Raum. Die bei uns gewonnen Erkenntnisse werden in diesem Leuchtturmprojekt eine europaweite Bedeutung haben und unseren Bemühungen in Waldeck-Frankenberg und Nordhessen noch einmal eine deutliche Strahlwirkung verleihen. Rund 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und zeigten großes Engagement für die Energiezukunft ihrer Heimat.

Ein Projekt mit Leuchtturmcharakter
Das Projekt 4A4PEDs (Availability, Accessibility, Affordability and Alliance Principles for Energy Resilient PEDs) untersucht am Beispiel der Städte Hatzfeld und Battenberg, wie ländliche Kommunen durch lokale Energiesysteme, erneuerbare Quellen und intelligente Planung ihre Versorgungssicherheit erhöhen und unabhängiger werden können. Ziel ist die Entwicklung sogenannter „Positive Energy Districts“ (PEDs) – Stadt- oder Ortsteile, die bilanziell mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen. Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (Januar 2025 – Dezember 2027) und wird von der Europäischen Union kofinanziert.

Gelungener Auftakt mit reger Diskussion
Nach einer einstündigen Vorstellung des Forschungsvorhabens durch Vertreter der Frankfurt University of Applied Sciences (Professor Volker Ritter, Professorin Carolina Tranchita, Architektin Patricia Winkler und Masterstudentin Mariajose Giraldo) entwickelte sich eine ebenso lange, angeregte Diskussion. Viele Anregungen und Impulse wurden sowohl von den Experten als auch von den Bürgerinnen und Bürgern eingebracht. Die Bürgermeister der beiden Städte, Dirk Junker (Hatzfeld) und Christian Klein (Battenberg), unterstrichen die Bedeutung des Projekts für die Region. Rainer Zollner, Klimaschutzmanager des Oberen Edertals, moderierte den Abend.

Die vier Säulen der Energieresilienz
Im Mittelpunkt des Projekts stehen die vier „A“s der Energieresilienz:

• Verfügbarkeit (Availability): Energie muss lokal erzeugt und gespeichert werden können.
• Zugänglichkeit (Accessibility): Alle Menschen benötigen fairen technischen und sozialen Zugang zur Energie.
• Bezahlbarkeit (Affordability): Energie muss für alle leistbar bleiben.
• Allianzen (Alliance): Die Energiewende gelingt nur im Miteinander – durch Kooperation aller Akteure.

Bürgerbeteiligung als Schlüssel zum Erfolg
Hatzfeld und Battenberg fungieren im Projekt als „Living Labs“ – Reallabore, in denen Lösungen nicht nur theoretisch geplant, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort entwickelt und erprobt werden. Die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist daher entscheidend für den Erfolg. In den kommenden Monaten sind weitere Besuche, Workshops und Mitmachformate geplant.

Ausblick
Die Veranstaltung wurde von allen Beteiligten als sehr gelungen bewertet. Zukünftig werden weitere Informationen zum Projektfortschritt auf den Digitalen Dorfplätzen von Hatzfeld und Battenberg veröffentlicht. Dort wird es auch Foren für den weiteren Meinungsaustausch geben. Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich weiterhin aktiv einzubringen und die Energiezukunft ihrer Kommunen mitzugestalten. Wir haben die einmalige Chance im europäischen Verbund gemeinsam mit großen Partnern unsere energetische Zukunft selbst zu gestalten. Nutzen wir sie! Machen Sie mit!

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