Dem Wolf ideologiefrei begegnen

Helmscheid(pm). Der heimische Landtagsabgeordnete Jan-Wilhelm Pohlmann(CDU) war zu Besuch auf dem Angus-Hof Sippel in Korbach-Helmscheid und sprach mit Weidetierhaltern über den Wolf und die Herausforderungen, die sich aus den vermehrten Sichtungen in der Region ergeben. Ingrid Sippel, vom Angus-Hof Sippel in Korbach-Helmscheid, führte den Abgeordneten durch den Betrieb und zeigte ihm die Weiden, auf denen die Angus-Rinder grasen. „Die Pflege der Zäune, die den Wolf davon abhalten sollen, die Tiere zu reißen, ist kaum leistbar“, so Ingrid Sippel. „Andere Maßnahmen gegen Wolfsangriffe, wie das Halten von Herdenschutzhunden, führen wiederum zu neuen Problemen“, ergänzten die Weidetierhalter.


Pohlmann hat sich von dem großen Aufwand des Weidetierschutzes selbst überzeugt und hat einen Weidezaun freigemäht und neu gesteckt. „Die Weidetierhalter leisten insbesondere in unserer Grünland geprägten Mittelgebirgslandschaft einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege und zur Produktion regionaler Lebensmittel. Wir wollen die Landesförderung für die Schutzmaßnahmen der Weidetierhalter noch weiter ausbauen und die Weidetierhalter damit bestmöglich unterstützen“, berichtete Pohlmann.


„Die Wolfsbestände in Deutschland sind in den vergangen Jahren rapide gewachsen. Mittlerweile leben über 160 Wolfsrudel in ganz Deutschland. Wir wollen die Bundesregierung auffordern, den sogenannten „guten Erhaltungszustand“ des Wolfes festzustellen. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, dass wir den Wolf in Hessen ins Jagdrecht aufnehmen können und ein Bestandsmanagement möglich ist. Dafür will ich mich einsetzen“, erklärte Pohlmann. Bei der Diskussion um den Wolf sei es wichtig, diese sachlich und faktenorientiert zu führen und nicht ideologischen Überlegungen zu folgen, resümierte der Abgeordnete.

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