Bau der Mobilfunkmasten in Haina und Hatzfeld startet in 2024

Haina/Hatzfeld(pm). Anrufe tätigen, Nachrichten senden, auf das Internet zugreifen: Eine gute und flächendeckende Mobilfunkanbindung ist nicht nur privat wichtig, sondern auch ein maßgeblicher wirtschaftlicher Standortvorteil. Der Landkreis und die Energie Waldeck-Frankenberg wollen gemeinsam die Funklöcher in Hessens flächengrößtem Landkreis schließen – und bauen mit Unterstützung des Landes Hessen im nächsten Jahr zwei neue Mobilfunkmasten in Hatzfeld und Haina.

Verbesserte Signalstärke – große Reichweite

Sie sollen durch eine verbesserte Signalstärke und möglichst große Reichweiten die Netzabdeckung im Südkreis stärken und eine zuverlässige und schnelle Internetverbindung bieten. In die konkreten Planungen für die beiden neuen Masten ist die EWF, die vom Landkreis mit dem Bau der Masten beauftragt wurde, bereits eingestiegen. Anfang 2024 sollen die Bauarbeiten beginnen. Beide sollen Ende 2025 fertiggestellt werden.

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Zukunftsfähige Infrastruktur

„Die neuen Mobilfunkmasten werden die Kapazität des Netzes erhöhen und die drahtlose Kommunikation weiter verbessern“, betont Landrat Jürgen van der Horst. „In einer zunehmend vernetzten Welt spielt das privat aber vor allem auch beruflich eine immer größere Rolle – auch um den steigenden Anforderungen des Datenverkehrs gerecht zu werden. Es ist wichtig, dass unsere Infrastruktur mit dieser Entwicklung Schritt hält und wir hier zukunftsfähig bleiben.“ Bei der Standortwahl wurden daher verschiedene Faktoren wie eine optimale Netzabdeckung, entsprechender Abstand zu Wohngebieten und eine gute Anbindung an vorhandene Infrastruktur berücksichtigt. Zudem wurde darauf geachtet, dass auf beiden Flächen, die sich jeweils bereits im Besitz der Kommunen befinden, keine Baumfällarbeiten oder groben Eingriffe in die Natur erfolgen oder die Masten entscheidend das Landschaftsbild verändern. Darüber hinaus ist auch an beiden Standorten die für den Bau notwendige Zuwegung bereits vorhanden. Der Mast in der Gemeinde Hatzfeld wird oberhalb des Ortsteils Lindenhof an der südwestlichen Landkreisgrenze stehen und von dort aus für eine bessere Datenübertragung sorgen.


„Wir erhoffen uns mit dem neuen Standort einen weiteren Lückenschluss in der Netzabdeckung, insbesondere bei der Datenübertragung im Bereich Lindenhof/Hof Roda“, sagt der Bürgermeister der Stadt Hatzfeld Dirk Junker. In Haina wird der neue Mast von Hüttenrode aus funken. „Diese Maßnahme ist ein weiterer Mosaikstein für die Stärkung des ländlichen Raumes. Der flächendeckenden Beseitigung von Funklöchern kommt dabei eine große Bedeutung zu“, betont auch Hainas Bürgermeister Alexander Köhler. Die Anbieter Vodafone und Telekom haben bereits zugesagt, die Masten dann für den Ausbau des Mobilfunknetzes nach LTE- oder sogar 5G-Standard zu nutzen. Die Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 740.000 Euro fördert das Land Hessen mit über 660.000 Euro aus seinem Mobilfunkförderprogramm. Das sind 90 Prozent der Gesamtkosten. Die anderen 10 Prozent der Investition wird die Energie Waldeck-Frankenberg übernehmen, die nach Abschluss der Baumaßnahme auch Eigentümerin der beiden Masten sein wird.

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Kommunikationssystem für die Energiewirtschaft

Durch die neuen Funkmasten wird aber nicht nur die Mobilfunkversorgung in Waldeck-Frankenberg verbessert: Die EWF wird die Masten ebenso nutzen, um ihr Funknetz für die Energiewirtschaft auszubauen. „Die Energiewirtschaft baut derzeit ein eigenes, deutschlandweites Funknetz auf. Damit sind wir dann auch im Krisenfall über mehrere Stunden in der Lage, die Kommunikation aufrechtzuerhalten. Die EWF ist an diesem Mammutprojekt mitbeteiligt.“, erläutert EWF-Geschäftsführer Frank Benz. „Ziel ist es, eine ausfallsichere Kommunikation für die eigene kritische Infrastruktur zu schaffen. Deshalb sind Funkmasten auch für uns als Netzbetreiber von hoher Bedeutung.“ Der regionale Energieversorger plant im Zusammenhang mit dem Projekt aber auch, die Funk- und Richtfunkverbindungen auszubauen, sodass per Funk noch besser die relevanten Daten für den Betrieb des Stromnetzes wie Messwerte, Störungen oder Netzauslastungen an die Netzleitstelle übertragen werden können. Eine Erhöhung der Mobilfunkversorgung habe zudem auch Vorteile für die Erreichbarkeit des vor Ort tätigen Entstörungsdienstes. „Eine gute Verbindung kommt allen zugute, die vor Ort unterwegs sind.“

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